NFC Handy – Bargeldloses Bezahlen der Zukunft und mehr

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Was ist eigentlich NFC und was ist ein NFC Handy?
NFC steht für “Near Field Communication” und ermöglicht den Austausch von Informationen, beispielsweise Bilder, MP3-Dateien, Telefonnummern zwischen zwei Geräten, die nahe aneinander gehalten werden.
NFC könnte damit als Zugriffsschlüssel auf Content und für Bereiche wie Online-Unterhaltung, bargeldlose Zahlungen, Ticketing, und Zugangskontrolle verwendet werden. Die Sicherheitsfunktionen, die dazu nötig sind sind in der Hard- und Software integriert.

Ein NFC Handy ist damit nichts anderes als ein Handy, welches mit einem LTE (RFID)-Chip und ggf. der nötigen Anwendungssoftware ausgestattet ist. Aktuell  sind in Deutschland erst wenige NFC-fähige Handys auf Markt. Für Zugangskontrolle und -steuerung wird weitgehend Bluetooth eingesetzt. Noch, muss man sagen, denn NFC und NFC Handys sind auf Vormarsch.

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es für NFC Smartphones?
Die wichtigste Funktion eines NFC-Handys wird die Bezahlfunktion sein, d.h. das NFC Handy soll den Konsumenten in Zukunft ermöglichen, mittels Mobiltelefon bargeldlos bezahlen zu können. Hierzu wird das NFC Handy beim Bezahlvorgang im Laden einfach nahe an ein NFC Zahlungsterminal gehalten und die Zahlung evtl. noch durch Eingabe einer PIN bestätigt.

Damit wird die Zahlung erfasst und danach im Hintergrund automatisch abgerechnet, das NFC Handy wird also zu einer elektronischen Geldbörse.

Die Entwicklung von NFC Handys und der entsprechenden Bezahlfunktionen dazu ist eine komplexe Aufgabe, bei der nicht zuletzt höchsten Sicherheitsanforderungen an die Hard- und Software Rechnung getragen werden muss. Deshalb werden derzeit mobile Bezahllösungen meist nicht von einzelnen Firmen aus einer Branche, sondern im Rahmen einer Kooperation von Netzbetreibern, Handyherstellern und Kreditinstitituten entwickelt.

In vielen asiatischen Ländern wird NFC schon seit langem eingesetzt, in Japan waren 2004 bereits über eine Million NFC Handys im Umlauf. In Europa und den USA konnte sich die NFC Technik, das NFC Handy bis vor kurzem nicht durchsetzen. Dies lag an einem klassischen “Henne-Ei-Problem”: Die Hersteller der Hardware haben kaum NFC Handys entwickelt, weil die Anwendungen, vor allem die Bezahldienste noch nicht existierten und die Anbieter der mobilen Bezahldienste haben auf die noch nicht vorhandenen NFC-Handys verwiesen.

In der Zwischenzeit wurden aber von bedeutenden Großkonzernen aus unterschiedlichen Branchen Joint Ventures ins Leben gerufen um NFC-basierte Bezahlsysteme und NFC Handys zu entwickeln. Darunter sind so prominente Namen wir Microsoft, Google, Apple, Mastercard, VISA, Citigroup, Nokia, usw.

Diese Firmen haben NFC und das NFC Handy als Schlüsseltechnik für den rasch wachsenden Markt der Mobile Payment-Dienste erkannt und setzen nun alles daran diese möglichst schnell voran zu treiben und eigene NFC Lösungen zu entwickeln.

Neben der Bezahlfunktion ergeben sich viele weitere Anwendungsmöglichkeiten für die NFC Technologie, wie zum Beispiel die Verwendung des NFC Handys als elektronischer Schlüssel oder Spiele, die auf der Interaktion von meheren Endgeräten via NFC basieren. Es bleibt spannend zu verfolgen, welche weiteren Anwendungen sich die Entwickler noch einfallen lassen werden.

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NFC im Windows Phone 7.5

Mobiles Bezahlen könnte künftig vorwiegend per NFC abgewickelt werden (Near Field Communication). Es genügt dann ein NFC Handy, die EC-Karte wäre vielfach überflüssig. Das Galaxy Nexus von Google verfügt bereits über die NFC-Chips, im iPhone der nächsten Generation werden sie wahrscheinlich auch zu finden sein. Nun meldet sich Microsoft mit der Mitteilung, dass die NFC Technik bereits im Betriebssystem Windows Phone 7.5 Mango integriert ist, was eine Windows Phone zum NFC Handy und das mobile Bezahlen möglich macht. Dazu müssen allerdings die NFC-Chips eingebaut sein, und das wiederum ist Sache der Hersteller.

Windows Phone mit NFC ab 2012
Bislang hat noch kein Hersteller eine NFC Handy mit Windows-Phone-Betriebssystem angeboten, wahrscheinlich weil entweder die Chips fehlen oder die Technologie die Leistungsgrenze der verfügbaren Smartphones zu schnell beansprucht. Ab 2012 wird es ziemlich sicher so weit sein, Experten rechnen mit einer Vorstellung entsprechender Geräte auf dem MWC in Barcelona. Der Mobile World Congress findet ab 27. Februar statt. Die Near Field Communication funktioniert auf Distanzen ähnlich wie Bluetooth, also im Nahbereich, der sogar auf rund 10 Zentimeter eingeschränkt ist, um Datendiebstahl durch Umstehende zu verhindern. Es sollen damit nämlich künftig an allen möglichen Stellen Bezahldaten übertragen werden – einfach indem das Smartphone vor die Leseeinheit gehalten wird.

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Neuer NFC-Transceiver für Automobilanwendungen

Der Hersteller Melexis bringt einen NFC-Transceiver-IC heraus, den MLX90132, der weniger für das NFC Handy, sondern eher für Automobilanwendungen nützlich ist. Hierfür wurde er jedenfalls entwickelt, ob er doch einmal im NFC Handy eingesetzt wird, dürfte man in den kommenden Monaten erfahren. Zunächst ist der NFC-Transceiver dazu gedacht, benutzerfreundliche Anwendungen zu ermöglichen, die das Kundenerlebnis mit NFC deutlich steigern. Der voll integrierte Multi-Protokoll-Transceiver ist für NFC ebenso wie für die Vorgängertechnologie RFID geeignet, er arbeitet auf der 13,56-MHz-Frequenz und unterstützt die Protokolle verschiedener ISO-/IEC-Standards.

NFC-Tags integrierbar
Mit dem MLX90132 können NFC-Tags emuliert werden, also jene kleinen Programme, die alle möglichen Funktionen zulassen und die heruntergeladen werden wie eine App auf das Smartphone. Zudem verfügt der Transceiver über erweiterte Fähigkeiten für die Feld- und Tag-Erkennung, was den Stromverbrauch mit RFID und NFC gleichermaßen senkt. Es gibt zwei Modi sowie sechs unterschiedliche Betriebszustände. Die Hauptanwendungen finden sich bei Funktionen für das Auto, nämlich die Türverriegelung und Entriegelung sowie im Wageninneren die Sitzpositionen, das Infotainment, Spiegel und Heizung, auch Benutzeridentifizierungen, die für Autovermieter wertvoll sind, und drahtlose Kommunikation zum Beispiel für Freisprechanlagen.

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Neuigkeiten zum NFC & Mobile Money Summit 2011

Der nächste GSMA NFC & Mobile-Money-Summit wird vom 22.-25.10.2012 in Mailand stattfinden. Der Rahmen des Summits wurde durch die GSMA erweitert, um dem Vormarsch von NFC gerecht zu werden. NFC Apps, die Anwendungen im NFC Handy und in weiteren Bereichen wie automobilen Funktionen werden im Mittelpunkt des Kongresses stehen. Die NFC-Technologie gilt als eine der bedeutendsten Neuerungen der letzten Jahre, sie kann weit mehr als nur mobile Zahlungen leisten. Unterhaltungsdienste, Ticketing, sichere Zugangslösungen, Gutscheine und Treueprogramme, all das kann künftig mit dem NFC Handy abgewickelt werden. Auf dem Mobile Money Summit in Mailand werden sich aus allen Branchensektoren die wichtigsten Akteure versammeln, was den Aufbau von Kontakten und den Ideenaustausch ermöglichen wird.

Marktpotenzial von NFC
Dienste, die über das NFC Handy in Anspruch genommen werden, könnten nach Schätzungen der Marktforschungsgesellschaft Strategy Analytics bis 2016 einen Umsatz von über 50 Milliarden US-Dollar erzielen, wobei die Rechnung schon mit dem Jahr 2010 beginnt. Vermutlich wird die Branche dann 1,5 Milliarden NFC-Handys verkauft haben, die Zahl der NFC Apps wird ähnlich zunehmen wie diejenige der herkömmlichen Apps seit den Jahren ab 2005. Auch werden bis 2016 nach Schätzungen von ABI Research die meisten neuen Verkaufsteminals NFC-fähig sein, die Experten gehen von einer Abdeckung zu 85 Prozent aus. Bereits 45 Betreiber, die in der Welt Spitzenpositionen einnehmen, haben sich zur Unterstützung beziehungsweise Umsetzung der SIM-basierten NFC-Dienste verpflichtet. Mit neuen Branchenspezifikationen wird die Verbreitung von NFC-Diensten beschleunigt.

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Sony entwickelt neue Plattform für Zugangskontrollen via NFC

Die Hersteller HID Global und Sony haben gemeinsam eine Plattform für die Zugangskontrolle mit NFC entwickelt. Im Rahmen ihrer Partnerschaft, die seit 2010 besteht, entstand eine kontaktlose Reader-Plattform, die Smartcards auf NFC-Basis einliest. Sie nutzt die Datenkommunikation der Near Field Communication und ermöglicht Zugangskontrollfunktionen, die für mobile Geräte wie Laptops geeignet ist. Außerdem nutzt der Reader kontaktlose Technologien für Apps, es sind physische Zugangskontrollen, die Besuchererfassung oder Dateneinlesungen am Point of Sale möglich. Die beiden Kooperationspartner werden die Plattform allen Herstellern anbieten, die Laptops oder ein NFC Handy vertreiben.

Möglichkeiten für das NFC Handy
Der Reader eröffnet der Felica-Technologie von Sony den globalen Markt für NFC, kontaktlose Smartcards werden sich damit rasch durchsetzen. Für das NFC Handy ist er interessant, weil er die Möglichkeiten der NFC-Nutzung beträchtlich erweitert. Gerade im Bereich des Ticketings, der Zugangskontrolle oder der bargeldlosen Bezahlung von Kleinbeträgen ist die Art der Lesegeräte ausschlaggebend, hier liegt der Schlüssel für die Verbreitung der NFC Technologie.

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Mobile Bezahldienste erfreuen sich immer größerer Beliebtheit

Laut dem IT-Marktforschungsunternehmen Gartner steigt die Zahl der Nutzer mobiler Bezahldienste weiter stark an. Bis Ende 2011 werden rund 140 Millionen Menschen den NFC Bezahldienst (Near Field Communication) verwenden. Dies wäre ein Zuwachs von 38,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch eindrucksvoller sind die Schätzungen hinsichtlich des Umsatzes: Gartner geht von 86,1 Milliarden Dollar und damit knapp 76 Prozent mehr aus.

Gartner benannte aber auch zwei Hindernisse für noch größere Steigerungsraten. Erstens wird die entsprechende NFC Technologie noch schleppend in den Markt eingeführt. Voraussetzung ist zum einen, dass potenzielle Nutzer über ein NFC Handy verfügen. Zum anderen müssen Händler und Finanzdienstleister den NFC Bezahldienst anbieten. Zwar gebe es Fortschritte, aber insbesondere viele große Händler würden das System noch nicht unterstützen.

Zweitens zeigen sich Kunden gegenüber NFC teilweise noch reserviert. Vor allem in Europa und in den USA ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. In einigen asiatischen Staaten ist der Besitz und die Nutzung eines NFC Handy schon deutlich verbreiteter. Sandy Shen, Research Director bei Gartner, ist davon überzeugt, dass in der westlichen Welt der NFC Bezahldienst erst in vier Jahren den Massenmarkt erobert.

Vor allem den Onlinehandel sieht Shen als Wachstumsfeld. Sie erwähnte explizit den Apple Store, die Auktionsplattform eBay sowie den Internethändler Amazon und deren Bemühungen auf diesem Feld. Die Bezahlung von online bestellten Waren und Dienstleistungen macht ihrer Aussage nach den Großteil der Umsätze 2011 in Nordamerika und Westeuropa aus.

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Nokia präsentiert NFC Store

Nokia hat im Juli 2011 einen NFC Store gestartet. Damit soll interessierten Unternehmen der Einstieg in die NFC Technologie (Near Field Communication) erleichtert werden. Der von Nokio eingerichtete Online Dienst NFC Hub, an dem auch Mobile-App-Entwickler Bolser beteiligt ist, hilft vor allem kleinen Firmen, NFC Tag Lösungen einzuführen.

Nokia glaubt an die Technologie
Anderthalb Jahre lang, bis Ende 2012, fokussiert sich Nokia nun auf das NFC-Marketing, der Mobile-Payment-Aspekt soll in dieser Zeit zurücktreten. Der finnische Hersteller, der entsprechende NFC Handys auf den Markt bringt, ist der Überzeugung, dass sich die neue Kommunikation im Nahbereich gerade bei Handy-Nutzern rasch durchsetzen wird, denn für diese ist sie wie geschaffen. Vermutlich werden NFC Handys demnächst häufiger eingesetzt werden als die Lösungen mit Mobile Payment. Um das auszuprobieren, sollen Firmen für sehr wenig Geld intelligente Plakate, Aufkleber, Poster und Visitenkarten erhalten, auf denen ein NFC Tag aufgebracht ist, das mit den NFC Handys gelesen werden kann. Kunden können auf diese Weise sehr einfach ein Unternehmen, dessen Logo, Produkte oder ein Geschäft auf Facebook liken, sie können ihm auf Twitter folgen oder bei Foursquare einchecken.

NFC Tag Management
Der NFC-Hub wird auch zum Management der NFC-Tags genutzt. So kann etwa die URL geändert werden, auf die NFC-Tags eingestellt wurden, falls die Firma etwas am Auftritt ändert. Früher wurden in diesem Fall die Poster, Plakate und Visitenkarten ausgetauscht, jetzt genügt der Austausch der URL, die getagte Promotion jedoch bleibt erhalten.
Nokia unterstützt das NFC-Hub, brandet aber nicht die Seite und promoted damit nicht einen offenen NFC-Standard. Warum? Möglicherweise möchte Nokia damit im Wettbewerb die Nase vorn behalten. Der Marketing- und Service-Chef von Nokia in Großbritannien, Rupert Englander, äußerte sich zum Start des Unternehmens. Dieser ist zunächst auf der Insel erfolgt, soll aber schon bald auf weitere europäische Länder ausgedehnt werden.

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Banken und die NFC Technik

Die Technologie NFC (Near-Field-Communication) wird von den Banken bislang nur zögerlich umgesetzt, eigene Initiativen der Geldinstitute sind bislang kaum erkennbar. Der Verband Eco, in dem sich Internet-Provider zusammengeschlossen haben, kritisiert Mitte des Jahres 2011, dass Banken kaum Investitionsbereitschaft erkennen lassen, um das NFC Handy auch für Bankdienste marktfähig zu machen.

Innovationsfeindlich?
Der Verband Eco konstatierte, dass seit der EC-Karte von den Banken keine Innovation mehr auf den Markt gebracht worden sei. Dabei könnte gerade der NFC Bezahldienst viele Abläufe erleichtern. Andere Firmen wie Google (via Google Wallet) und Paypal integrieren hingegen NFC. Von Geldhäusern seien jedoch keine Impulse wahrzunehmen, die das Bezahlen mit dem NFC Handy in Zukunft schnell und flächendeckend ermöglichen könnten. Der NFC Bezahldienst wäre damit nicht der erste Trend, den die Banken verschlafen. Auch der Wunsch der Kunden, Zahlungen über das Internet abzuwickeln, wurde erst spät erkannt und mit entsprechenden Lösungen umgesetzt. Branchenfremde Firmen wie Paypal und Google, beides innovations- und technologiefreundliche Unternehmen, haben schon im Juli 2011 den NFC Bezahldienst eingebunden. Auch Apple dürfte wohl in nächster Zukunft mit einem NFC Handy folgen (Stand: August 2011). Wahrscheinlich wird NFC in die nächsten iPhone-Modelle integriert. Google hat in mehreren Testregionen der USA schon den Einzelhandel technisch ausgerüstet.

Investitionsscheu
Der Grund für die Zurückhaltung der Banken dürfte ein banal-wirtschaftlicher sein: Die Technologie kostet erst einmal Geld. Den Vorteil können oder mögen die Kreditinstitute offensichtlich nicht erkennen. Erst mittelfristig werden getätigte Investitionen zurückfließen, Experten schätzen den Zeitraum auf vier oder fünf Jahre ab dem Jahr 2011. Mobiltelefone müssen mit der NFC-Technologie massenhaft verkauft werden, im Einzelhandel bedarf es der Lesestationen. Dennoch ist der Sparkassenverband einen ersten Schritt gegangen, bis 2015 sollen sämtliche deutschen EC-Kunden NFC-Karten erhalten. Ein erster Feldversuch wird Ende des Jahres 2011 mit einer Million Kunden der Sparkassen Braunschweig, Hannover und Wolfsburg starten.

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Telefonica testet Mehrfachanwendungen für NFC

Giesecke & Devrient, der Münchner Technologiekonzern, hat beinahe 40 Pilotprojekte der NFC Technologie weltweit mitgestaltet. Meist wurde dabei auf eine bestimmte Anwendung fokussiert, so etwa kontaktloses Bezahlen im Restaurant oder der Nahverkehr. Den größten Nutzen verspricht NFC jedoch als Multi-Applikationseinsatz auf dem Smartphone. Die spanische Telefonica hat nun im April 2011 solch ein Projekt mit Mehrfachanwendungen begonnen. Zugangskontrollen oder Bezahlvorgänge wurden dabei durch eine von G&D entwickelte SIM-Karte mittels NFC ermöglicht.

Multi-Applikation in Madrid

Am Stammsitz in Madrid können Telefonice-Mitarbeiter seit dem Frühjahr 2011 mit Samsung-Handys, die NFC-fähig sind, sowohl das Firmengelände des Telekommunikationskonzerns betreten als auch in Cafés und Restaurants bezahlen. NFC ersetzte damit die Brieftasche ebenso gut wie den Schlüssel. Voraussetzung dafür sind Services und sichere SIM-Karten von G&D, die von den Münchnern speziell für dieses Vorhaben entwickelt wurden. Sie eignen sich für jedes Mobiltelefon, das für NFC konzipiert ist. Die SIM-Karte von G&D unterstützt VISAs Payment-Applikation und ein Interface für das Single Wire Protocoll. Dieses SWP-Interface ist der Schlüssel innerhalb der unterschiedlichen Anwendungsbereiche, erst dadurch kommuniziert die SIM-Karte sowohl mit dem NFC-Chip im Mobiltelefon als auch mit dem POS-Gerät (Point-of-Sale). Zudem übernimmt die Karte Daten eines Mifare-Chips für Zugangskontrolle und Geldbörse. Mifare ist der dominierende Standard für kontaktlose Kommunikation, zum Beispiel im Fahrscheinverkauf. Die Services und die Software für die NFC Einsätze liefert G&D über den gesamten Lebenszyklus der Chips.

Mehrwert für die Nutzer

Vor allem die Multi-Applikationen von NFC bieten Nutzern den größten Mehrwert, denn das ist die ursprüngliche Intention der Technologie. Mit dem Smartphone bezahlen, den Nahverkehr nutzen, die Firma oder ein Hotelzimmer betreten wäre eine echte Vereinfachung. Auch ortsbezogene Informationen, Rabatte und Loyalty-Dienste (Treue-Rabatte) sind typische Anwendungen, bei denen künftig nur noch das Handy aus der Tasche gezogen wird. G&D arbeitet bereits daran. Demnächst können Nutzer neben Schlüsseln auch Fahrkarten, Rabattmarken und Bankkarten auf dem Smartphone mitführen, die vielen Ausweise und Plastikkarten entfallen damit.

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Identive Group liefert 1 Million NFC Tags

Die Identive Group, ein internationales Technologieunternehmen, wird im Auftrag eines führenden Mobilfunkherstellers bis Ende 2011 über eine Million NFC Tags bereitstellen, die den Handys der Mobilfunkfirma beigelegt werden. Die Smartphone-Nutzer können damit NFC-Anwendungen an verschiedenen Orten nutzen, die Technologie soll damit den Markt erobern.

NFC im Produktportfolio von Identive

Die amerikanische Identive Group (Europazentrale: Ismaning bei München) strebt weltweit die Marktführerschaft bei sicheren ID-Technologien an. Das Unternehmen, das schon mehr als 120 Patente auf diesem Technologiefeld hält, ist bereits führend bei logischen und physischen Zugangskontrollen, RFID-Systemen (quasi dem Vorläufer von NFC) und Identiy Management. Die Kunden sind Regierungsbehörden und große Unternehmen ebenso wie private Endverbraucher. In dieser Hinsicht passt die Ausrüstung von NFC Handys mit der entsprechenden Technik sehr gut zur Technologiefirma. Die NFC Tags werden den Smartphones beigelegt, die Aktion wird weltweit durchgeführt. Mit den NFC Handys können die Käufer dann an verschiedenen Stellen die NFC-Anwendungen nutzen. Wie ein Sprecher von Identive erklärte, ist die Nutzung der Tags sehr einfach. Das Tag wird mit dem Telefon berührt, damit wird die NFC-Anwendung gestartet. Mit dieser kann mit einer URL verlinkt, telefoniert, bezahlt oder eine Karte aufgerufen werden. Durch das Beilegen der NFC Tags in die Smartphones lernen die Kunden NFC besser kennen.

Funktionsweise der NFC-Tags

Es gibt die Tags in vier definierten Standards, Identive wird über das eigene Tochterunternehmen Smartag alle vier Industrietypen für die NFC Handys bereitstellen. Die NFC-Nutzerinfrastruktur soll damit aufgebaut werden, hierbei wurde bei den Smart-Tags auf relevante Eigenschaften wie Haltbarkeit und Lesefähigkeit geachtet. Identive verfügt durch seine sonstigen Produkte über das entsprechende Know-how für die Herstellung der Komponenten, die grundsätzlich als Datencontainer für hinterlegte Informationen dienen. Sie haben im Normalfall eine Speicherkapazität zwischen 96 kByte bis 1 MByte, für die einzelnen Anwendungen gibt es unterschiedliche Konfigurationsmöglichkeiten.

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Neuer NFC Marktplatz gestartet

Identive bietet einen NFC Marktplatz

Identive bietet einen NFC Marktplatz

Neue Lösungen für die NFC-Technologie bietet die Identive Group (Europazentrale in Ismaning) an. Der US-amerikanische Anbieter von RFID-Technologien und weiteren Produkten aus den Bereichen Identifikation und Sicherheit baut damit seine Position auf dem noch jungen Markt der Near-Field-Communication aus und hat dafür einen Online-Marktplatz für NFC Produkte eingerichtet. Anwendungsentwickler und Systemintegratoren können sich hier informieren und die entsprechenden Produkte beziehen und/oder anbieten.

Nachfolgend eine Übersicht der auf dem NFC Marktplatz gehandelten Produkte:

  • NFC Tags – NFC Tags bilden das Herzstück der NFC-Anwendungen. Damit sind die Bezahlfunktionen, Ticketbuchungen und alle weiteren Anwendungen möglich. Der Webshop bietet mit dem NFC-Forum kompatible Tags an, einschließlich der Google-NFC Tags der Typen 1, 2, 4
  • NFC Tags für Google Places. Lokale Unternehmen, die an der Smart-Poster-Kampagne teilnehmen, können personalisierte NFC-Tags erhalten.
  • NFC-Lesegeräte – diese kommunizieren mit den NFC-Tags, wodurch Transaktionen oder Dienstleistungen initiiert werden. Die NFC-Leser von Identive Group sind als mobile oder als als Tischgeräte verfügbar, sie basieren auf schon vorhandenen Standards, die es für kontaktlose Technologien gibt
  • Das SDK (Software Development Kit). Damit können Entwickler und Systemintegratoren die Markteinführung von NFC-Terminals und Lesegeräten beschleunigen. Diese unterstützen Peer-To-Peer-Anwendungen sowie Device-to-Tag, all die Anwendungen für logische und physische Zugangskontrollen, Automatennutzungen, mobilen Zahlungslösungen und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit NFC
  • Lehrmaterialien, Webcasts und Webinare

Zum Hintergrund: Was ist Near-Field-Communication?
Mit NFC wird ein Übertragungsstandard für den kontaktlosen Datenaustausch auf kurzen Strecken definiert. Es können Bilder, Telefonnummern, MP3-Dateien und digitale Berechtigungen zwischen zwei Geräten, zum Beispiel einem transportablen und einem Tischgerät, ausgetauscht werden. Damit ist die Personalisierung etwa über das Handy möglich, eine der wichtigsten Anwendungen. Durch bestimmte komplexe Sicherheitsmerkmale wird das Ausspähen der Übertragungsdaten verhindert. Es kann eine elektronische Zugangskontrolle, bargeldloses Bezahlen über das Handy, auch Ticketing sowie Online-Streaming realisiert werden. Selbst die Autotür könnte über das Handy entriegelt werden. NFC ist durch ISO und ECMA genormt, das Verfahren ist schneller, weniger störend und weniger raumzehrend als RFID.

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